Das gefiederte Fräulein – was war denn das?

Jetzt ist Sonntag Morgen, und schon über einen Tag her seit das Fräulein das schöne Foto von sich hier eingestellt hat. Aber was war denn da eigentlich genau los?

Am Freitag hat das Fräulein, zusammen mit ihren Freundinnen Kandee und Fallen, ein Fotoshoot gemacht. Nicht das erste Shooting für das Fräulein, seit ein paar Jahren entwickelt sie eine Freude am fotografiert werden. Ungefähr vor einem Jahr durfte sie für ein Kunstprojekt zum ersten Mal vor eine professionelle Kamera, da kamen nach dem eigentlichen Shooting auch einige „freie“ Bilder heraus (im Rückblick ist das Fräulein nicht mehr ganz so begeistert davon wie sie damals war, aber in dem Jahr hat sich auch einiges getan in ihrem Leben – dennoch hier mal ein Beispiel).

Das nächste Mal durfte sie auf der Anreise zum WGT posieren. Da hatte sie die Kandee erst online kennengelernt, welche ihr eine Eintrittskarte vermittelt sowie eine Mitfahrgelegenheit angeboten hatte, was dem Fräulein überhaupt erst ermöglichte an das WGT zu kommen. Und da es sich Zeitlich so ergab, und die Gelegenheit bestand, und alle darauf Lust hatten, hat sie am Vorabend zum WGT mit der Kandee ihr zweites Shooting gemacht.

Dabei trug das Fräulein unter anderem ihren selbstgenähten Mantel, ihr erstes richtig grosses Projekt, und ein nigelnagelneues Wickelröckchen nach NuS (das war echt erst wenige Stunden alt). Am Mantel würde sie zwar inzwischen sehr viel ändern, als sie den in Angriff nahm war sie noch eine echte Anfängerin, aber Komplimente erntet sie damit immer noch.

Aber zu dem Punkt kannten sich Kandee und das Fräulein ja erst seit kurzem, und wussten noch nicht das sie mal dicke Freundinnen werden würden. Es hat jedoch nicht lange gedauert bis das die beiden diverse gemeinsame Interessen fanden, und so haben sie sich am Freitag mit der gemeinsamen Freundin Fallen getroffen und ein weiteres Shooting gemacht.

Die Fallen musste mit dabei sein weil diesmal sollte es ein nicht mehr ganz alltägliches Shooting werden. Beim ersten Foto steht ja schon das die Fallen die Piercings gemacht hat, aber es sind doch gar keine Piercings sichtbar? Hier ein Tip: wie sind denn die Federn befestigt?

Inzwischen haben die drei zusammen schon ein neues Projekt ausgeheckt, diesmal etwas womit das Fräulein selbst am WGT aus der Masse hervorstechen sollte.

Das Fräulein freut sich entsprechend schon ganz gewaltig auf das WGT.

P.s. die Kandee bloggt übrigens auch.

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Das gefiederte Fräulein

Dieser Beitrag hat ausnahmsweise absolut nichts mit Nähen zu tun, aber hier ist ein erstes kleines Muster von was sie gestern den ganzen Tag gemacht hat.

Mit bestem und freundlichstem Dank and Kandee Gore (Foto, Haare, Makeup, etc.), Fallen Medic (Piercing), und allen anderen die daran beteiligt waren.

Das „das Fräulein braucht ganz dringend was zum anziehen“ Röckchen

Gestern Abend war das Fräulein in Zürich an einem Konzert von den Deine Lakaien. Das Konzert, welches sie schon vor längerem angekündigt hatte, war voll genial. Sie hatte ja auch vor dazu ein Kleid zu nähen, ein wunderhübschen inspiriert von einem Kleid von JP Gaultier. Aber zuvor musste sie ja noch das Nightfire Kleid für die Kandee fertig machen (das wird dann morgen nochmals richtig anprobiert, abgelängt, und der obere Rand genau bestimmt, und dann ist es endlich fertig), also hat sie die Arbeit an ihrem Kleid zurück gestellt.

Also hat sie schon vor einer Woche oder so beschlossen das schwarze Kleid nicht zum Konzert fertig zu nähen, sondern erst mal nur das Underbust Korsett welches sie dazu braucht zu nähen, das kann sie ja auch ohne das Kleid tragen. Dann wurde die Zeit noch knapper, und noch knapper, bis das Fräulein schliesslich das Nightfire Kleid so weit fertig hatte das sie es mitnehmen und unterwegs fertig nähen konnte. Doch inzwischen sollte sie schon fast im Zug nach Zürich sitzen, und hat noch immer nichts zum anziehen.

Jetzt kommt also das „ganz schnelle Röckchen“, was für das Fräulein irgendwie seltsam ist, da sie echt lieber langsam und sorgfältig arbeitet als schnell und ungenau. Und, zum allerersten mal in diesem Blog, mit Anleitung!

Das ganze ist eigentlich nichts als ein sechseckiger Tellerrock: das Fräulein zeichne ein grosses gleichseitiges Dreieck auf Papier. Sie nehme Mass wo der Rock sitzen soll, und Teile das Mass durch sechs. Beim Dreieck schneide sie ein (auch gleichseitiges) Dreieck ab welches dieses Mass als Seitenlänge hat – der Rest des grossen Dreiecks ist nun das Schnitteil, die Breite des Schnittteils ist im übrigen die Rocklänge, also wenn ihr nicht einen Ultramini nähen wollt dann solltet ihr das Dreieck nicht zu klein machen!

Jetzt nehme das Fräulein ein Stück Stoff welches sie zu 6 Lagen zusammenfalten kann, welche genügend gross sind das sie das Schnittteil darauf legen kann. Wenn der Stoff eine praktische Markierung hat (Streifen oder so) kann das Schnittteil daran ausgerichtet werden. Schnittteil feststecken (die langen Stecknadeln zum quilten sind da ganz praktisch), und ringsum mit einem cm Nahtzugabe alle sechs lagen ausschneiden. Dazu noch einen etwa 8 oder so cm breiten Streifen ausschneiden, welcher dort wo der Rock hängen soll um die Hüfte oder Taille passt, mit einem Stück extra.

Die Schnitteile werden jetzt mit einem breiten Zickzack an den schrägen Seiten zu einem Sechseck zusammengenäht. Wenn der Stoff nicht elastisch ist sollte die eine Naht noch ein Stück offen gelassen werden. Nun noch den langen Streifen wie ein Schrägband falten, und als Bündchen an der Innenseite des Sechsecks festnähen (und wenn der Stoff nicht elastisch ist des Bundchen ein wenig länger lassen und etwas selbstklebendes Velcro benutzen um es zusammenzuhalten.

Wenn ihr unbedingt wollt könnt ihr nun noch alles etwas versäubern, vor allem den Saum, aber das Fräulein hatte echt keine Zeit dazu und sprang fort den Zug zu erwischen. Aber mit gerade mal sieben einfachen Nähten und in deutlich weniger als einer Stunde hatte sie ein neues Röckchen.

Das Konzert von den Lakaien war übrigens ausgezeichnet.

Sneak Preview

Das Fräulein sollte eigentlich schon längst am schlafen sein, das muss sie zugeben. Aber zuvor will sie doch noch schnell eine kleine Vorschau zeigen. Das rote Kleid kann nämlich jetzt endlich mal als ganzes bewundert werden. Es müssen nur noch alle Ränder (auch die internen) schön sauber versäumt werden, und die ganzen Schrägbänder dazu hat das Fräulein auch schon bereit.

Rotes Kleid

Das Foto ist ohne Blitz, das mit Blitz hat das Fräulein verhunzt.

Aber jetzt muss sie echt schlafen. Gute Nacht!

Gespenstische Blumen

Leider hat das Fräulein immer noch nichts neu genähtes vorzuzeigen. Langsam nervt sie sich selbst schon darüber, weil sie näht eifrig jeden Tag weiter, aber kommt trotzdem nicht richtig auf einen grünen Zweig. Aber bald wird es soweit sein.

Inzwischen etwas Anderes. Das Fräulein hat gelernt wie man Blumen dazu bringt im UV-licht zu leuchten. Das ganze ist äusserst einfach, da schlachtet man einen Leuchtstift aus, presst die Tinte in ein Wasserglas oder eine Vase aus (mit Wasser drin), und stellt einige Schnittblumen über Nacht hinein (mit frisch geschnittenen Stielen). Und das ist schon die ganze Hexerei.

Jetzt überlegt sich das Fräulein ob sie zum Deine Lakaien Konzert zu ihrem Kleid eine weisse Lilie ins Haar stecken soll – mit Leuchteffekten natürlich.

Ach ja, das Ganze ist in einem Video hier ganz einfach vorgeführt:

Das mit dem regelmässigen Schreiben

Das mit dem regelmässigen Schreiben muss das Fräulein noch üben. Es sind eigentlich immer so die gleichen Situationen in denen sie Aussetzer hat. Einerseits wenn sie einer Deadline entgegen fiebert und unbedingt etwas fertig nähen will, da findet sie dann einfach keine Zeit mehr dazu ihr Blog zu schreiben. Andererseits wenn sie weg war, da braucht sie anscheinend nachher immer einige Tage um wieder anzufangen hier zu schreiben.

Diesmal kam beides zusammen: sie wollte eigentlich unbedingt das rote Kleid für die Kandee fertig machen (hat sie nicht geschafft), und dann war sie an der Geburtstagsparty von Kandee’s Mann. Die Party war eigentlich nur für Samstag Abend angesetzt, aber nach Hause gekommen ist das Fräulein erst am Dienstag Abend, nachdem sie drei Tage lang ausführlich gefeiert hatte. Photos wurden natürlich auch gemacht, aber von denen hat sie erst ganz wenige erhalten. Trotzdem, zu eurem Vergnügen:

Das Fräulein spielt Pool

Das Fräulein ist ganz brav

Ein ganz kleines Delirium

Gestern ist das Fräulein trotz bestem Wille einfach nicht zum nähen gekommen. Irgendwas in ihrem Kopf hat blockiert, und kam einfach zu nichts und wieder nichts. Irgendwann nach Mitternacht hat sie das Handtuch geworfen und einen Film aufgelegt. Es wurde The Dark Knight, von den Batman Filmen ihr Liebster. Da muss sie denken das der Joker sicher Deliriums Reich kennt und dort ein regelmässiger Besucher ist.

Um doch nicht ganz untätig vor dem Bildschirm zu sitzen hat sie dabei gemütlich ihre Fingernägel für das Delirium Outfit vorbereitet. Künstliche Fingernägel sind doch so was von praktisch, auf ein wenig Knetmasse oder so aufgesetzt kann man sie viel besser bearbeiten als auf den Fingern selbst. In der Farbgebung hat sie sich von Deliriums Sprechblasen inspirieren lassen.

Falsche Fingernägel für Delirium

Stoffe und Truhen

Wieso vergeht die Zeit bloss immer so schnell? Und im übrigen, wieso blättert der Nagellack immer so schnell ab? Okay, das tut nichts zur Sache. Das Fräulein hat ja vor kurzem das Photo eines etwas ausgefallenen (um nicht zu sagen überladenen) Kleid eingestellt, welches ihr als Vorlage und Inspiration für ein Kleid dient. Am letzten Freitag hatte sie eine gute Gelegenheit und auch noch Geld dazu (und dazu war noch Ausverkauf), also hat sie im Stoffladen nebenan eine Menge Stoffe für das Kleid gekauft. Heute hat sie die gewaschen und zum trocknen aufgehängt, das sieht dann so aus:

Viele Schwarze Stoffe

Das sind 7 Meter Stoff, in 9 verschiedenen Stoffen. Verschiedene Reststücke werden dann natürlich auch noch mit verarbeitet, und das Fräulein denkt sie wird noch etwa 7 oder 8 Meter Zierbänder brauchen, Spitze, Rüschchen, Drum und Dran, um den erwünschten Effekt zu erhalten.

Vorerst muss sie dies jedoch alles zur Seite legen, denn zuerst muss das rote Kleid fertig werden. Da hat das Fräulein noch vier Tage Zeit dazu, sie muss sich also sputen. Die Stoffe dazu hat sie übrigens auch fotografiert nachdem sie sie gewaschen hatte:

Rote Stoffe

Das Fräulein mag übrigens Kisten, Schachteln und Truhen aller Art, vor allem wenn sie eine gewisse Eleganz ausstrahlen. Es ist schon öfters passiert das sich das Fräulein mehr für die Verpackung eines Geschenkes interessiert hat als für dessen eigentlichen Inhalt. Heute hat sie aber eine besonders hübsche Truhe geschenkt bekommen.

Die Truhe ist grob geschätzt 10 auf 15 auf 20 cm gross. Die Wände sind aus massivem Kirschholz (kein Furnierholz), die Innenseite nochmals mit einem anderen Holz „gefüttert“. Sie ist aufwendig mit unzähligen Schichten Lack bemalt. Die Scharniere und Schliesse sind aus Messing (so glaubt das Fräulein zumindest). Und das ganze ist überaus präzise gearbeitet. Das Fräulein hat noch keine Ahnung was sie darin aufbewahren will, wenn sie denn etwas hätte was eines solchen Kleinodes würdig wäre (ein Freund des Fräuleins hat vorgeschlagen sie könnte doch eine kleinere, noch wertvollere Truhe darin lagern).