Schallplatten sind schön

Wie das Fräulein schon vor kurzem erzählte hatte sie keine Ahnung was für Werkzeuge und Materialien sie beim nähen benutzen würde. Diese Nacht hat sie eigentlich das Nightfire endlich fertig machen wollen. Aber sie hat gemerkt das sie die Zeit am vergeuden war weil ihr Geist einfach nicht bei der Sache war, und besser als die ganze Nacht zu verlieren hat sie das Nightfire wieder schön sauber aufgehängt und die Schallplatten für ihre Tasche hervor geholt.

Dann hat sie Löcher markiert, und da schon mal gespürt wie viele das sind (200, vielleicht werden es aber auch noch 300). Und dann ganz meditativ die Löcher gestanzt. Das ganze war wunderbar meditativ. Immer schön die Lochzange in die Kerze halten, warten bis sie heiss genug ist, sorgfältig das Loch stanzen, Russ von der Zange wischen, wieder in die Kerze halten, warten bis sie heiss ist… Wirklich gemütlich.

Leider hat sie am Anfang nicht richtig aufgepasst, und nicht gewartet das die Zange genügend heiss war, und hat sie ein Stück von der ersten Platte abgesplittert. Nachher hat sie viel besser aufgepasst das sie nicht ungeduldig wurde, und hat die beiden anderen Platten ohne Zwischenfall gelocht. Danach hat sie auch noch eine neue Platte herausgesucht und zugeschnitten, und darauf die Löcher markiert, aber inzwischen war es doch schon zu spät für das Fräulein da jetzt noch die Löcher rein zu machen.

Was das Fräulein noch nicht entschieden hat ist ob sie die Kanten wie zwei Platten aufeinander stossen auch nähen will (dann muss sie da auch noch Löcher machen) oder ob sie die mit Heissleim verkleben will (Heissleim benutzt sie auch erst seit sie angefangen hat zu nähen). Aber das kann sie jetzt nicht entscheiden.

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Das Fräulein geht zur Oper

Na ja, das ist zumindest ein Plan den sie mit einer Bekannten ausgemacht hat. Schliesslich ist ja am WGT auch Oper, dieses Jahr werden Elektra sowie Der Barbier von Sevilla dargeboten (mindestens ein Teil des Programms ist übrigens online). Das am WGT Oper gespielt wird weiss sie ja schon seit letztem Jahr, aber so richtig geplant an die Oper zu gehen hat sie trotz Interesse nicht. Aber die Bekannte geht dort schon regelmässig hin, und da hat das Fräulein sie gefragt ob sie sie mitnehmen könnte.

Und so hat sie heute Nacht, nachdem sie endlich den Rock zum Black Ice Korsett fertig genäht hatte, noch einen etwas älteren Rock genommen, der mit Überbrustkorsett und Schrug ein Ensemble gibt, und an dem die schon lange geplante und vorbereitete aber nie fertig gemachte Schleppe angenäht.

Aber Fotos gibts von beiden Ensembles noch nicht, einerseits ist das Fräulein zu müde und muss schlafen gehen, andererseits passt ihr das Black Ice vorne und hinten nicht. Und lange darüber schreiben kann sie auch nicht, weil sie jetzt dann gleich einschläft.

Zu viel zum nähen, nicht genug Zeit zum schreiben

So kommt sich das Fräulein zumindest im Moment vor. Nicht bloss das sie viel zum nähen hat, aber dazu noch mit so viel Zeitdruck. Da näht sie dann bis in das Morgengrauen durch, und wenn sie eigentlich noch was darüber schreiben möchte muss sie ins Bett.

Wie sie schon erzählt hat musste sie die ihre Schallplattenhandtasche als Zwischenprojekt einfügen, und an der hat sie über das Wochenende fleissig weiter gearbeitet (ausser am Freitag, da ist sie tanzen gegangen, und auch erst im Morgengrauen nach Hause gekommen). Die Tasche hat die perfektionistische Ader des Fräuleins aufs Äusserste gefordert, noch nie hat sie so viele Nähte wegen so kleinen Kleinigkeiten wieder aufgetrennt. Das war schon beim Aufbau der kleinen Seitentasche der Fall, wo sie manche Nähte wegen einem Stich zu viel wieder geöffnet hat. Sie hat dabei auch die verschiedensten Techniken und Methoden ausprobiert welche sie höchstens vom Sehen kannte, die Seitentasche z.B. oder die Träger. Viele der Schnittteile musste sie, um das Streifenmuster nach ihrem Geschmack zu gestalten, aus Zwei symmetrischen Teilen zusammenfügen. Die ganzen auf Biais geschnittenen Teile haben eine Tendenz sich zu verziehen (was bei Schrägband sehr nützlich ist, aber bei der Tasche unerwünscht), deshalb sind sie alle mit einer zweiten Lage Stoff vernäht, und viele noch mit Vlieseline verstärkt. Gefüttert ist sie selbstverständlich auch, und dabei mit eingearbeitet sind ein Fach für Papiere oder andere flache Sachen, eine Tasche für das Handy, und eine kleine Tasche mit Reissverschluss, und die sind alle auch noch verstärkt. Und manche Details sind eindeutig nur dekorativ.

Kurz gesagt, die Tasche ist kompliziert.

Und um das ganze zu illustrieren ist hier mal ein Foto von der Tasche. An dem Zeitpunkt hatte das Fräulein die Tasche eigentlich schon geschlossen gehabt, und sie dann wieder so weit aufgetrennt.

Nachher hat sie noch die (sehr solide) angenähten D-ringe wieder abgenommen um sie um etwa 3 cm zu versetzen. Aber eigentlich lässt sich in diesem Zustand schon viel von der Tasche erahnen. Den Deckel (also, die Oberseite mit dem Reissverschluss) hat sie auch zwei mal nähen müssen, in diesem Fall weil sie beim Berechnen vom Schnittmuster einen Rechenfehler gemacht hatte, dabei hat sie aber das Streifenmuster nochmals geändert und ist eigentlich froh darüber. Als wieder alles zusammengenäht und alle Nähte abgesteppt war hat sie dann so ausgesehen.

In diesem Zustand ist die Endform schon klar erkennbar, mit den flachen schwarzen Seiten auf welche die Schallplatten montiert werden und der Tasche welche dazwischen eingespannt von der Innenform her schon eher einem Kubus gleicht. Sie steht übrigens auf dem Foto komplett aus eigener Kraft, sie ist nicht ausgestopft um ihre Form zu halten, und hat auch keine Verstrebungen.

Über die Platzierung der Etikette hat sich das Fräulein auch länger Gedanken gemacht. Auf oder direkt über der Aussentasche hätte ihr eigentlich gefallen, aber da war nur wenig Platz, und die Etikette wäre zwischen lauter Details kaum zur Geltung gekommen. Das andere Ende wäre da schon eher in Frage gekommen, aber da läuft ein Band über der Mittelnaht bis fast zum oberen Rand, an welchem ein D-ring befestigt ist, und das hat auch keine vernünftige Platzierung erlaubt. Verschiedene Stellen am inneren der Tasche hätte sie als annehmbar, aber nicht richtig zufriedenstellend empfunden. Schliesslich hat sie aber am Deckel eine Stelle gefunden wo sie gut zur Geltung kommt ohne durch zu viel Schnickschnack konkurrenziert zu werden.

Und dann kamen noch die Träger, und das einzige was jetzt noch fehlt sind die Schallplatten selber, die aber noch gebohrt werden müssen. Morgen (beziehungsweise heute) wird das Fräulein aber erst mal das Black Ice zu einem Ende bringen.

Wenn sie will, dann will sie

Und was das Fräulein diese Nacht wollte, das war ihre aufgesetzte Tasche fertig nähen. Um was geht es? Bei der Schallplattenhandtasche welche das Fräulein gerade näht sind die langen Seiten natürlich mit den Schallplatten gemacht. Auf den kurzen Seiten ist jedoch Stoff, und da hat das sie Platz um etwas spielerisches zu machen. Und da sie gerade um diese Jahreszeit, den Pollen sei dank, aber auch sonst (dank Fahrtwind vom Fahrrad) häufig ein Taschentuch braucht, und es schon länger Leid ist immer in ihrer Handtasche danach zu wühlen, hat sie gedacht sie würde eine massgeschneiderte Tasche für ein Päckchen Taschentücher aussen auf die Seite nähen. Diese Idee hat das Fräulein zugegebenermassen auch von jemandem gestohlen, die hatte auf NuS eine Tasche vorgestellt mit einer Taschentuchtasche innen integriert.

Zuerst galt es aber mal Stoff zuzuschneiden, und natürlich die Teile mit Streifen auf Bias, und dann immer zwei sorgfältig zusammenzufügen. Dabei ging die Arbeit ziemlich langsam, weil sie wegen einer vergangenen (?) Liebesgeschichte heftig weinen musste. Aber darüber mag sie jetzt eigentlich nicht sprechen, es sei denn um zu sagen das sie sich stur in das Nähen verbissen hatte um ihre Emotionen ein wenig in den Griff zu bekommen. So hat sie dann auch genäht: noch präziser als sonst, jeder Stich musste sitzen, alles auf den Millimeter genau, sonst wird aufgetrennt. Hier dankt sie noch ihrer guten Elna welche ihr solches Arbeiten überhaupt ermöglicht.

Und so ist schliesslich, als der Oberfaden so weit zu ende war das sein Ende nur noch frei flatterte, diese Tasche entstanden. Sie ist innen 2,5 cm hoch, 5,5 cm breit, und 11,5 cm tief, so das die Taschentücher genau passen. Der aufgesetzte Teil ist mit Vlieseline verstärkt und innen mit schwarzer Baumwolle gefüttert. Zum Schliessen dient die Lasche welche noch daneben liegt, die ist auf der Unterseite auch schwarz, ein Stück Velcro (geklebt und genäht, das Fräulein hat schlechte Erfahrungen gemacht mit nur aufgeklebtem Velcro) hält die Tasche dann zu.

Ganz zufrieden ist das Fräulein noch nicht. Da müssen mal die Kreidespuren weg. Die Lasche muss auch noch angenäht werden (aber als der Oberfaden zu ende ging hat sie das als einen Hinweis empfunden sie solle doch mal Feierabend machen). Und dann ist noch ein Detail an den Ecken welches das Fräulein nicht mal richtig mit Text beschreiben kann, und wo sie auch nicht weiss ob es überhaupt eine bessere Lösung gibt. Aber da ist jetzt nichts mehr zu ändern, und morgen wird weitergemacht.

Kleines und Grosses Zeugs

Irgendwie ist das Fräulein heute frustriert. Sie sollte eigentlich am Rock zum Black Ice Korsett arbeiten, das ist schliesslich prioritär, aber irgendwie hat sie keine Lust daran. Eigentlich ist er ja nicht schwierig, und sie ist schon weit fortgeschritten. Trotzdem findet sie nicht richtig ihre Freude daran. Sie schiebt mal die Schuld daran den langen Bahnen zu, den meterlangen Nähten, den grossen Stoffmassen, dem undifferenzierten Schwarz in Schwarz. Im übrigen wäre eine Schneiderpuppe ziemlich praktisch. Aber das ist auch so ein „grosses“ Ding was sich das Fräulein nicht leisten kann.

Irgendwann nach 3 Uhr diese Nacht war es ihr dann einfach zu blöd, sie hat die ganzen Stoffmassen schön sauber gebügelt und in einen Kleiderbügel gespannt. Dafür hat sie die Schallplatten herausgenommen und angefangen das Schnittmuster zu berechnen, so das alle kleinen Details welche sie sich ausgedacht hat schön integriert werden können. Sie ist sogar so weit gekommen das sie die ersten Teile zuschneiden konnte, aber da hat sie einen blöden Fehler gemacht (ist nicht so schlimm, sie hat mehr als genug von dem Stoff vorrätig). Nämlich kriegen die schmalen Seiten diagonale Streifen welche in der Mitte mit der Spitze gegen oben zusammenlaufen. Und das Fräulein hat die Teile so geschnitten das die Spitzen gegen unten zeigen würden. Sie war da glaubs einfach doch zu müde, aber umgekehrt hat das Arbeiten an kleinen handlichen Sachen wo es auf jeden kleinsten Millimeter drauf an kommt ihr wieder mehr Spass gemacht.

Etwas Grosses hat sie auch noch entschieden, sie will sich einen Undercut machen lassen. Vermutlich nur auf der rechten Seite (zumindest vorerst), aber das ist noch nicht eigentlich festgelegt. Das Fräulein wünscht sich eigentlich schon seit langem einen Undercut, aber was sie immer wieder davon abgehalten hat ist das sie sich je die Haare wachsen lassen will. Sie hat jetzt zum ersten Mal nach vielen Jahren wieder langes Haar, und da ist sie sehr zaghaft irgendwas daran zu machen. Aber jetzt ist es entschieden, ein Undercut muss sein.

Und noch was ganz kleines (dafür mit Foto), das Fräulein hat im rechten Ohrläppchen schon seit längerem drei Piercings, welche sie auch schon seit längerem Strecken will. In den letzten zwei Monaten oder so hat sie das nun endlich richtig in die Hand genommen, und heute hat sie noch das letzte der drei auf seine geplante Grösse gedehnt. So ist wenigstens etwas bereit fürs WGT.

Zwischenstand

Vor Ostern hatte das Fräulein ihren Nähplan für das WGT vorgestellt. Nachdem sie die letzten drei Wochen ziemlich aktiv war und auch regelmässig hier ihren Fortschritt dokumentiert hat, und da sie jetzt noch genau drei Wochen hat bis sie zum WGT aufbricht (ja, das Fräulein bricht schon am Dienstag auf, und ist wohl auch frühestens am Mittwoch wieder zu Hause), dachte sie es sei doch mal Sinnvoll zu gucken wo sie denn eigentlich in ihrer Planung ist.

Der erste Punkt war ein schwarzes Korsett mit Kunstfell und passendem Rock. Wie regelmässige Leser wissen hat das Fräulein die letzte Woche damit verbracht in Windeseile ein schwarzes Korsett zu nähen welches sie Black Ice nannte, dieses ist nun bis auf ein paar „Verzierungen“ (Sachen welche das Fräulein weg lassen würde wenn sie für sich am nähen wäre) fertig. Heute Nacht hat sie auch das Schnittmuster für den Rock gezeichnet, und das Fräulein meint sie sollte ihn eigentlich in zwei Tagen fertig haben.

Beim zweiten Punkt, dem Tellerrock und den beiden Oberteilen, hat das Fräulein heute während dem Aufräumen die letzten Details fertig gemacht. Den Rock und das schwarz-gelbe Oberteil hat das Fräulein schon vorgestellt, vom schwarz-roten Oberteil wird sie wohl erst nach dem WGT gute Bilder einstellen können.

Die Schallplattenhandtasche hat das Fräulein auch schon angefangen, jedoch nur in so fern das sie die Schallplatten zugeschnitten hat (was entgegen der Anleitung auch ohne Erwärmen ging, so das die Platten nicht verbogen oder sonst beschädigt sind). Der textile Teil der Schallplattentasche, was das Fräulein gedanklich als die Eigentliche Tasche versteht, ist zwar auch relativ komplex, aber die einzige grössere Frage ist wie praktisch es sein wird die vielen Löcher in die Platten zu bohren.

Das Fräulein ist nun zuversichtlich das sie den Black Ice Rock, die Schallplattenhandtasche, und ihr eigenes Korsett in den nächsten zwei Wochen fertig bringt. Wenn jetzt jemand aufgepasst hat so hat er oder sie sicher gemerkt das dabei der Hut wegfällt; das Fräulein steht zwar ausgesprochen auf Hüte und denkt er würde ihr Outfit wunderbar komplettieren, aber sie weiss nicht wie viel Zeit sie für ihn braucht, vor allem auch weil es dabei relativ viel von Hand zu nähen gibt, wofür das Fräulein den Zeitaufwand notorisch unterschätzt. Da ist ihr das Korsett wichtiger, gerade nachdem sie das Black Ice anprobiert hat. Sie muss auch noch einen Tag einrechnen um beim Nightfire die letzten Handgriffe zu tätigen (inklusive Anbringen ihrer Etikette), und dann hat sie noch ein weiteres kleines Projekt im Hinterkopf welches sie hofft in der letzten Woche vor dem WGT zu nähen.

Aber alles in allem meint das Fräulein das sie immer noch gut im Plan liegt, und freut sich immer mehr auf das WGT.

66 Centimeter

Eigentlich hat das Fräulein eine Taille von ungefähr 80 cm. Was ja hübsch wäre wenn sie dazu schöne Hüfte und Brüste hätte (so ein B-Körbchen wäre ihr lieb, oder zumindest ein ganzes A-Körbchen). Da sie aber ziemlich gradlinig ist und nur wenig Kurven an sich hat muss sie diese mit List und Tücke hervorzaubern. In Klammern möchte sie aber auch noch sagen das Kurven keineswegs Pflicht sind. Jede Frau soll sich so wohl fühlen wie sie sich wohl fühlt. Aber das Fräulein mag Kurven an sich. Welche sie nicht hat.

Wie sie schon gezeigt hat sind zum Beispiel Tellerröcke mit Petticoat ein Mittel solche Kurven vorzutäuschen. Ein Pencil-skirt würde umgekehrt sehr betonen das sie keine Hüfte hat. Sie wählt auch ihre BHs sorgfältig aus um das wenige was sie hat zu maximisieren. Und geschnürtes kann sehr gut helfen um die Taille etwas zu reduzieren, und das mag das Fräulein auch. Und zum Taille reduzieren gibt es doch nichts besseres als ein Korsett. Und was hat sie heute fertig genäht? Ein Korsett! Nochmals eine Klammer, ganz fertig ist es noch nicht, aber es ist genügend fertig das sie es mal anziehen kann.

Aber natürlich ist das Black Ice nicht für sie, sondern für ihre Freundin Kandee. Also passt es hinten und vorne nicht, denn die Kandee hat alle Kurven welche das Fräulein nicht hat; sie hat mehr Hüfte und grössere Brüste und (erst recht mit Korsett) eine kleinere Taille. Aber mal schnell eine provisorische Schnürung rein tun und das schöne Stück anprobieren musste sie einfach trotzdem.

Und so kommt hier das Fräulein mit einer Taille von 66 cm, und einer guten Idee das das so ungefähr das Ziel sein wird wenn sie demnächst ihr eigenes Korsett näht.

Das Fräulein entschuldigt sich nebenbei für alle Rechtschreibefehler, seit dem neuesten Browserupdate funktioniert die Fehlererkennung nur noch auf Englisch.

Black Ice Tag Sechs: Stäbchen und Handgenähtes

Das Fräulein ist immer wieder mal völlig glücklich das sie das Nähen für sich entdeckt hat. So viel daran macht ihr Freude, das Gefühl vom Stoff unter den Fingern, das Überlegen und Ausarbeiten von Plänen und Schnittmustern, die Arbeit – das Zuschneiden, Zusammenstecken, Nähen, Bügeln, der Prozess von einem Bild oder einer Idee die nur in ihrem Kopf existiert bis zu einem fertigen Objekt. Am Ende dazu noch wie sie sich wohl fühlt in Kleidern die genau ihren Wünschen entsprechen und genau ihrem Stil entsprechen. Nähen macht das Fräulein glücklich.

Ganz selten gibt es aber auch Sachen die sie weniger glücklich machen. So zum Beispiel wenn es darum geht das Schrägband von Hand unsichtbar anzunähen. Jetzt hat sie die Hälfte davon geschafft, ihre Finger tun langsam weh, ihre Fingernägen gehen auch schon zu Bruch, und sie freut sich gerade überhaupt nicht darauf morgen noch den oberen Saum mit Schrägband einzufassen. Aber was sein muss muss sein, und schliesslich hat sie es sich selbst in den Kopf gesetzt das so zu machen, also soll sie sich auch nicht beschweren.

Was dem Fräulein wiederum sehr Freude macht ist wenn aus einem Haufen Stofffetzen etwas langsam so richtig Form annimmt. Und das kann sie nun da beide Seiten unten versäubert sind so richtig gut sehen.

Wenn sie sich jetzt vorstellt wie das um den Körper der Kandee gelegt und zugeschnürt wird dann sieht sie im Kopf schon was es ihrer Freundin für eine wunderbare Figur gibt. Da freut sie sich noch mehr.

Inzwischen nimmt das Korsett aber nicht mehr diese Form ein. Denn das Fräulein hat auch die Stäbchen fertig zugeschnitten und mit Endkappen versehen, und die auch schon eingenäht. Und mit den Stäbchen drinnen liegen halt die Nähte, bei denen allen Tunnels mit Stäbchen sind, ganz einfach flach.

Wenn sie bloss morgen nicht nochmals so viel von Hand nähen müsste wäre sie jetzt äusserst glücklich.

Nähsachen

Dem Fräulein geht es heute wieder deutlich besser, nachdem ihre Migräne verklungen ist. Bei ihren Näharbeiten ist sie auch gut voran gekommen. Aber leider ist die Arbeit welche sie heute geleistet hat nicht besonders photogen, wenn sie in stundenlanger Kleinarbeit ein Schrägband unsichtbar annäht gibt es viel weniger zu sehen als wenn sie in der gleichen Zeit einen ganzen Flügel von Panelen zusammensetzt. Und da sie gerade von Schrägband spricht: sie wünscht sich einen Schrägbandformer.

Was das Schrägband aber bewirkt hat ist das man jetzt die Rundungen und Kurven am Korsett viel besser sehen kann, weil der Saum jetzt stark genug ist um seine Form zu halten. Wenn es Flach auf dem Tisch liegt sieht es dann zwar noch immer etwas unförmig aus, aber wenn das Fräulein es hochhält und einigermassen in die richtige Rundung bringt dann sieht es schon sehr gut aus.

Inzwischen hat sie dazu auch schon die Stäbchen zurechtgeschnitten und mit Endkappen versehen. Dabei muss sie doch eher lachen über die Werkzeuge welche sie dazu verwendet. In ihrem internen Bild von den Geräten welche zum nähen verwendet werden fungieren nebst der Nähmaschine vor allem Scheren und Nadeln zentral, das Massband und das Bügeleisen sind auch recht wichtig. Was sie dabei nicht erwartet sind zum Beispiel Bohrmaschinen (wird sie demnächst für ihre Tasche benutzen) oder Bolzenschneider. Deshalb mal hier ein Foto von den Werkzeugen die sie eben benutzt hat um den Flachstahl zurechtzuschneiden.

Prominent der Bolzenschneider, die beiden Zangen dienen zum festklemmen der Endkappen, und der Sekundenkleber verbessert die Haftung zwischen denen und dem Stahl. Wer genau hinguckt sieht auch das die Stäbchen zwar bis 7 nummeriert sind, aber bloss 6 Stäbchen da sind. Wegen einem Denkfehler beim zeichnen vom Schnittmuster muss sie im fünften Tunnel Spiralfederstäbchen einsetzen, und die hatte sie noch nicht vorbereitet.

Vegan Black Metal Chef

Das Fräulein ist ja nicht unbedingt trve. Sie steht viel mehr auf Psychobilly und Horrorpunk. Aber gegen ein Bischen Black Metal hat sie beileibe nichts einzuwenden, und sie ist überzeugte Veganerin.

Deshalb hier die erste Präsentation vom Vegan Black Metal Chef.

Heil Seitan!