Eine Woche für ein Korsett?

Das Fräulein ist sich bewusst das eine Woche für ein Korsett doch ziemlich ambitiös ist. Aber wenn sie ihr WGT Programm erfolgreich durcharbeiten will so muss sie bis dahin nicht nur eines, sondern zwei Korsetts nähen. Dazu kommt noch der Rock welcher zum schwarzen Korsett gehört (ach ja, das Fräulein nennt das mal provisorisch Black Ice), die Handtasche und der Hut zu ihrem schwarz-roten Ensemble (die Handtasche ist angefangen), und das Fräulein hat sich auch etwas ausgedacht was sie mit dem Coupon an komischem dunkelgrauen Polyester nähen kann (das dürfte ein schnelles Projekt werden wenn noch ein Tag oder zwei übrig bleibt).

Bis jetzt scheint noch immer alles machbar, nach des Fräuleins früherer Planung. Eigentlich sollte das Black Ice mit Rock zwar schon fertig sein, aber der Stoff war halt einfach zu spät angekommen. Statt dessen sind Tellerrock, geschnürtes Oberteil und rückenfreies Oberteil fertig, und die Handtasche ist angefangen. Und das das Fräulein ein Korsett in einer Woche nähen kann will sie jetzt auch unter Beweis stellen.

Noch vor 48 Stunden bestand das Black Ice aus nichts anderem als ein paar Skizzen und Diskussionen. Gestern hat das Fräulein das Schnittmuster berechnet und aufgezeichnet, und damit angefangen die Schnittteile zurecht zu schneiden. Heute hat sie die hauptsächlichen Schnittteile fertig zugeschnitten (nicht dabei Sachen wie der Untertritt und Schrägbänder), alle Oberstoff und Innenfutter Teile mit den entsprechenden Teilen Zwischenfutter verbunden (in den Nahtzugaben gesteppt), und auch schon beide Seiten vom Innenfutter fertig genäht. Das Resultat sieht dann so aus, hinten das Innenfutter (mit der „linken“ Seite sichtbar), vorne die Stapel mit dem Stoff für die Aussenseite.

Dabei ist der Rollschneider welchen das Fräulein schon erwähnt hatte äusserst hilfreich. Einerseits kann sie damit die Schnittteile viel schneller zuschneiden. Andererseits kann sie auch viel präziser arbeiten als das sie je mit der Schere konnte. Als direkte Konsequenz davon muss sie nicht mehr jedes Panel in mühsamer Arbeit mit Kreide auf den Stoff zeichnen, sondern kann das Panel mit einer präzisen Nahtzugabe einfach ausschneiden und dann noch einige kritische Stellen mit Kreide markieren. Das hatte das Fräulein zwar auf einigen einfacheren Projekten schon ausprobiert bevor sie den Rollschneider hatte, aber noch nie bei einem Projekt was so genaue Arbeit erfordert wie ein Korsett.

Eine weiterer wichtiger Vorteil ist das sie bisher beim Zusammenstecken von zwei Panelen durch den Stoff hindurch versuchen musste die aufgezeichneten Nahtlinien möglichst genau mit einander zur Deckung zu bringen, was sehr aufwendig war. Jetzt wo sie eine genau bemessene Nahtzugabe hat genügt es wenn sie die Kanten von zwei Schnittteilen zur Deckung bringt, was deutlich einfacher und schneller geht. Und deshalb glaubt das Fräulein das sie es tatsächlich schaffen könnte in den nächsten 120 Stunden das Black Ice zu Ende zu nähen.

Oh ja, und Morgen muss sie noch das Taillenband besorgen, und vielleicht auch ein Band für die Tunnels (statt sie selber zuzuschneiden).

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