Wenn sie will, dann will sie

Und was das Fräulein diese Nacht wollte, das war ihre aufgesetzte Tasche fertig nähen. Um was geht es? Bei der Schallplattenhandtasche welche das Fräulein gerade näht sind die langen Seiten natürlich mit den Schallplatten gemacht. Auf den kurzen Seiten ist jedoch Stoff, und da hat das sie Platz um etwas spielerisches zu machen. Und da sie gerade um diese Jahreszeit, den Pollen sei dank, aber auch sonst (dank Fahrtwind vom Fahrrad) häufig ein Taschentuch braucht, und es schon länger Leid ist immer in ihrer Handtasche danach zu wühlen, hat sie gedacht sie würde eine massgeschneiderte Tasche für ein Päckchen Taschentücher aussen auf die Seite nähen. Diese Idee hat das Fräulein zugegebenermassen auch von jemandem gestohlen, die hatte auf NuS eine Tasche vorgestellt mit einer Taschentuchtasche innen integriert.

Zuerst galt es aber mal Stoff zuzuschneiden, und natürlich die Teile mit Streifen auf Bias, und dann immer zwei sorgfältig zusammenzufügen. Dabei ging die Arbeit ziemlich langsam, weil sie wegen einer vergangenen (?) Liebesgeschichte heftig weinen musste. Aber darüber mag sie jetzt eigentlich nicht sprechen, es sei denn um zu sagen das sie sich stur in das Nähen verbissen hatte um ihre Emotionen ein wenig in den Griff zu bekommen. So hat sie dann auch genäht: noch präziser als sonst, jeder Stich musste sitzen, alles auf den Millimeter genau, sonst wird aufgetrennt. Hier dankt sie noch ihrer guten Elna welche ihr solches Arbeiten überhaupt ermöglicht.

Und so ist schliesslich, als der Oberfaden so weit zu ende war das sein Ende nur noch frei flatterte, diese Tasche entstanden. Sie ist innen 2,5 cm hoch, 5,5 cm breit, und 11,5 cm tief, so das die Taschentücher genau passen. Der aufgesetzte Teil ist mit Vlieseline verstärkt und innen mit schwarzer Baumwolle gefüttert. Zum Schliessen dient die Lasche welche noch daneben liegt, die ist auf der Unterseite auch schwarz, ein Stück Velcro (geklebt und genäht, das Fräulein hat schlechte Erfahrungen gemacht mit nur aufgeklebtem Velcro) hält die Tasche dann zu.

Ganz zufrieden ist das Fräulein noch nicht. Da müssen mal die Kreidespuren weg. Die Lasche muss auch noch angenäht werden (aber als der Oberfaden zu ende ging hat sie das als einen Hinweis empfunden sie solle doch mal Feierabend machen). Und dann ist noch ein Detail an den Ecken welches das Fräulein nicht mal richtig mit Text beschreiben kann, und wo sie auch nicht weiss ob es überhaupt eine bessere Lösung gibt. Aber da ist jetzt nichts mehr zu ändern, und morgen wird weitergemacht.

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