Löcher in Schallplatten die Dritte

Gestern hat das Fräulein hat wieder mal eine Menge Löcher in Schallplatten gemacht. Und weil das Fräulein experimentierfreudig und neuen Ideen gegenüber aufgeschlossen ist hat sie nochmals eine neue Methode ausprobiert.

Schon ab der ersten Platte hat sie die Distanz zwischen den Löchern immer schön ausgemessen und markiert damit die Löcher gleichmässig verteilt sind. Bisher hat sie das direkt auf der Schallplatte mit dem Handmass abgemessen und mit einem Cutter, später mit einer Ahle, markiert. Ganz zufrieden war sie damit nicht weil dann einerseits die Markierung ein wenig nach innen oder aussen wanderte, andererseits weil sie dann manchmal auf gleich langen Strecken unterschiedlich viele Löcher hatte (blöd wenn das die Kanten sind die zusammen vernäht werden sollen). Es war also einfach nicht so sauber wie das Fräulein gerne gehabt hätte.

Sie hatte sich also überlegt die Löcher auf einem Blatt Papier vorzuzeichnen, das Blatt auf die Platte aufzukleben und dann mit der Ahle durchzustechen. So werden die Löcher auf allen Platten gleich, und sie kann die Verteilung der Löcher zum voraus überdenken und korrigieren, und nicht erst wenn sie am Objekt arbeitet.

Beim letzten mal hatte sie die Löcher schon mit der Ahle markiert, und dabei bemerkt das die Markierung oft auch von der anderen Seite zu sehen war, ja sogar ein ganz kleiner Durchstich war. Danach hatte sie mit der geheizten Lochzange die Löcher gemacht, was auch ein wenig ungenau war weil die Zange nicht so einfach zu führen ist. So waren manche Löcher leicht aber sichtbar zu weit innen oder aussen.

Diesmal hat sie also die Löcher schön sauber auf Papier markiert, so erhielt sie viel Präzision. Dann hat sie beim Markieren Nachdruck gegeben, so das die Löcher tatsächlich alle durchgestochen wurden. Dann hat sie die Platte umgedreht und alle Löcher nochmals von der anderen Seite gestochen, was das Loch vergrössert und die Kante versäubert hat. Und so hat sie wunderschön Präzise angeordnete, 1,5 bis 2 mm grosse Löcher (zum Vergleich, mit der Lochzange waren sie knapp über 3 mm) erhalten.

Die Technik ist nur wenig langsamer als mit dem Gasbrenner und der Lochzange. Sie benötigt aber einen deutlich höheren Kraftaufwand, und natürlich eine gute Ahle. Und des Fräuleins Schnittmatte ist dadurch arg verunstaltet worden. Aber die Qualität der Ergebnissen spricht für sich.

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