Endlich fertig

Spät spät letzte Nacht, eigentlich schon deutlich heute Morgen, hat das Fräulein endlich ihre Handschuhe fertig genäht. Obwohl sie gerne gleich hier davon berichtet hätte war sie einfach zu müde, und als dann noch die erste Serie Fotos unscharf war da gab sie auf und verzog sich in ihr Bettchen. Jetzt ist sie aber wieder wach, hat auch bessere Fotos gemacht, und bevor sie sich in ihr nächstes Projekt stürzt will sie die Handschuhe endlich richtig vorstellen. Erst mal ein paar Bilder, Klick macht wie immer gross:

So sehen sie also aus. Der Stoff ist ein Polytierchen das sich Peau de Peche nennt, also Pfirsichhaut. Er ist sehr dicht gewoben und auf der rechten Seite so bearbeitet das er wie eine ganz kurze Flor hat. Vom Griff und der Optik her fühlt er sich ähnlich an wie sehr weiches Wildleder. Das Fräulein mag den Stoff sehr, sie hat schon ein paar kleinere Projekte damit gemacht (Avatarkissen, Morgenstern), nicht nur wegen der Haptik, er verarbeitet sich auch ziemlich einfach und ist für sie als Veganerin eine hübsche Alternative zum Leder.

Genäht hat sie die Handschuhe fast komplett von Hand. Einzig die Schnürung und der Saum hat sie der Einfachheit halber mit der Maschine genäht, und weil sie zweifelt das ihre Handstiche die schmalen Streifen der Satinbänder gehalten hätte.

Für die Schnürung hat sie sich entschieden weil der Stoff überhaupt nicht elastisch ist, und sie trotzdem wollte das die Handschuhe sich schön an ihre Haut anschmiegen würden. Da sie aber ihre Hand niemals so klein bringt wie ihr Handgelenk musste da eine Lösung her. Reissverschlüsse währen eine andere Lösung gewesen, aber optisch hat die Schnürung doch etwas besonderes. Falls sie je wieder Handschuhe macht gibt es dann etwas anderes.

Auf dem Handrücken hat sie wie vorher schon gezeigt eine kleine Stickerei gemacht. Da war es aber kaum erkennbar wie sie dann im fertigen Handschuh platziert ist und wie das aussieht. Auch dieses Detail mag das Fräulein nicht nur optisch, sondern auch zum Berühren. Wenn sie mit den Fingern darüberfährt ist die etwas raue Stickerei eine angenehme Abwechslung zum geschmeidigen Stoff.

Gearbeitet hat das Fräulein frei nach den Anleitungen bei glove.org,die Seite ist zwar ein wenig erratisch gestaltet, aber die neugierige Schneiderin kriegt eine gute Idee wie das Handschuhe zusammengesetzt sind.

Alles in allem waren die Handschuhe erstaunlich viel Arbeit, aber das Fräulein ist sehr zufrieden damit. Was sicher viel zur Arbeit beigetragen hat war der Perfektionismus den sie wieder mal gepflegt hat, ihre Stichlänge ist durchgehend im 2mm Bereich, und in kritischen Stellen (Fingeransätze und Spitzen) auch kleiner (das geht wohl nur weil der Stoff so dicht gewoben ist). Sie hat auch wiederholt Details verbessert und korrigiert, manchmal wegen einzelnen Millimetern mit welchen sie unzufrieden war. Das Resultat spricht für sich, das Fräulein kann mit den Handschuhen sogar im Zehnfingersystem tippen. Höchstens den Daumenansatz würde sie noch ändern, da hat sie etwas kompliziertere Systeme gesehen welche wohl noch genauer passen würden.

Als nächstes kommt jetzt aber ein einfacheres Projekt dran, ein Rock als Geburtstagsgeschenk für eine Freundin. Der sollte nicht mehr als einen Tag oder zwei brauchen.

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