Hornhaut auf den Fingerkuppen

Seit Vorgestern ist das Fräulein gut voran gekommen. Das Probeteil hat sie wie erwartet fertiggestellt, sich darin eingeschnürt und es ein paar Stunden getragen. Danach hat sie auf dem ersten basierend ein neues Schnittmuster gezeichnet und dieses an verschiedenen Stellen verändert und angepasst. Das ganze sah dann ungefähr so aus:

Vor allem ist es ein wenig länger, und die Taille ist ein wenig enger als beim Probeteil. Zusätzlich hat das Fräulein die Nahtzugabe verkleinert, 1cm genügt bei weitem. Als letztes hat sie letzte Nacht noch alles ausgeschnitten.

Heute war das Programm also klar: zuerst denn Stoff sauber bügeln, dann Oberstoff und Futter zuschneiden. Für das Futter hat sie einen einfachen relativ dünnen (Betonung auf relativ) Coutil mit feinem Fischgrätmuster genommen, für den Oberstoff einen Broche mit Blüten-/Rankenmotiv (hier in Nahaufnahme):

Nach einigen angenehmen ungestörten Stunden hatte sie einen fast 3cm dicken Stapel von zugeschnittenen Stoffteilen – der Broche ist wesentlich dicker als der Coutil, ungefähr 1mm, es ist ziemlich eindrücklich damit zu arbeiten. Etwas Sorgen macht sich das Fräulein da nur um die Versäuberung der Ober- und Unterkanten, mit einem so starken Stoff scheint es ihr annähernd unmöglich ein Schrägband zu formen, und vor allem zu nähen. Eine richtig sinnvolle Alternative ist ihr aber auch noch nicht in den Sinn gekommen, die Frage ist also noch offen.

Einige Stunden später, es war Besuch da, konnte sie sich endlich wieder an die Arbeit setzen, und kam wieder gut voran. Wesentlich herausfordernd war bloss das der Coutil sehr resistent gegen Stecknadeln ist und heftig Widerstand leistet wenn das Fräulein versucht ihn zusammenzustecken. Sonst ging die Arbeit zügig voran, und das Futter ist fertig zusammengenäht, aber auf ihren Fingerkuppen, vor allem dem rechten Zeigefinger, bildet sich von den Stecknadeln langsam eine Hornhaut aus.

Morgen will das Fräulein zuerst den Oberstoff nähen, dann die Tunnels für die Stäbchen platzieren. Zum ersten mal verwendet sie fertig gekaufte Tunnels statt diese selbst zu nähen, sie denkt sie spart so doch einige Stunden Arbeit die sonst mit dem nähen von den Tunnels drauf gegangen wären. Leider hat sie Morgen aber auch noch verschiedene Termine, und wird sich nicht so sehr der Arbeit widmen können wie sie möchte.

Eigentlich hätte sie gerne das fertige Futter gezeigt, aber da sie keine Lust hat jetzt aus dem Bett zu klettern um es zu photographieren muss der Stapel von Schnittteilen genügen. Im ganzen sind es 32 Lagen Stoff, und der Stapel ist ungefähr 28mm hoch:

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