Die Maschinen

Die Frau D hat aktuel 3 Nähmaschinen in ihrem Arbeitszimmer stehen. Sie sind alle nicht ganz neu und haben ihre Eigenheiten, aber alle tun sie ihren Dienst.

Am längsten hat sie die Elna. Sie heisst nicht nur so, sondern ist auch eine Elna, genauer eine Elna ZigZag aus den frühen sechziger Jahren. Gefunden hat sie sie bei ihren Eltern im Keller, dort wusste niemand das da überhaupt eine Nähmaschine drin war. Sie war anfänglichs schwer verdreckt und die Mechanik ging überaus schwer, aber nach einigen Stunden putzen und ölen lief sie wieder wunderbar. Sie kann vorwärts, rückwärts und zigzag, aber das ist es dann auch schon mit der Stichauswahl. Und sie ist eine Diva die regelmässige Wartung braucht (so nach 4 Stunden Arbeit oder zu Beginn eines neuen Tages ein Tropfen Öl muss schon sein). Andererseits ist sie sehr zuverlässig und lässt sich kaum durch was aus dem Konzept bringen. Nach dem das die Diss ihre erste Billigmaschine zu Tode gearbeitet hat war die Elna während mehr als zwei Jahren ihre einzige Nähmaschine, und sie hat sehr viele Projekte auf ihr verwirklicht. Erst nach langen Gesprächen hat sich herauskristallisiert das die Elna früher ihrer Grossmutter gehört hat.

Im Sommer 2013 hat sich die Theodora dazu gesellt. Gefunden wurde sie dank einer Kleinanzeige im Supermarkt, und D hat sie ein wenig auf gut Glück gekauft. Das Glück war ihr jedoch hold. Auch die Theodora war viele Jahre vernachlässigt worden, und war entsprechend verdreckt und verharzt. Zudem war sie leicht defekt, die Fadenspannung war falsch zusammengesetzt und es fehlte eine kleine Feder, und der Antriebsriemen musste ersetzt werden. Dies stellte sich aber alles als nicht besonders Schlimm heraus, Anleitungen und Ersatzteile waren schnell gefunden, und nach einigem putzen läuft sie praktisch geräuschlos. Und wenn sich jetzt jemand fragt wie eine Nähmaschine geräuschlos arbeitet, dann soll er erfahren das die Theodora eine Singer 201 ist. Gebaut wurde sie ungefähr 1930, und sie war damals das Vorzeigemodel der Firma Singer. Sie läuft wunderbar leicht, absolut leise, näht ohne sich zu beschweren auch durch sehr dicke und feste Stapel von Stoffen durch, und sieht wunderhübsch aus. Leider kann sie nur gerade aus und rückwärts nähen, zigzag kann sie nicht, sonst würde D sie schon lange als einzige Maschine benutzen.

Eine alte Singer Nähmaschine
Die Theodora

Erst kürzlich ist der Anton dazu gekommen, ursprünglich gehörte er D’s Schwiegergrossmutter. Der Anton ist die modernste der dreien, wobei auch er schon ein gewisses Alter hat. Er hat bei weitem die grösste Stichauswahl, inklusive einiger Stretchstiche welche sicher nützlich sein werden wenn sich D mal an elastische Stoffe wagen würde. Er ist (oder scheint zumindest) auch weniger eine Diva zu sein als die Elna, was praktisch ist wenn D nur mal mit ZigZag über eine Nahtzugabe nähen will. Er quietscht jedoch ganz fürchterlich, was ihn für längeres Arbeiten unmöglich macht, und sie hat noch nicht heraus gefunden wo genau es her kommt und wie machen das es aufhört.

Eine etwas modernere (doch keineswegs neue) Nähmaschine
Der Anton
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Ein Gedanke zu “Die Maschinen

  1. Inzwischen quietscht übrigens auch der Anton nicht mehr. Ich musste jedoch grosse Teile der Abdeckung entfernen um an alle Stellen heran zu kommen die geputzt und/oder geölt werden mussten.

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