Eigentlich ist das Fräulein ganz brav

Sie verbringt die meisten Tage zu Hause, kocht sich feine vegane Mahlzeiten, backt Muffins oder andere Leckereien, oder schmust mit ihrer Katze. Sie geht auch kaum aus, trifft sich vielleicht einmal die Woche mit ein paar Freundinnen zum Tee trinken oder um eine Vorlesung zu besuchen. Und natürlich verbringt sie immer viel Zeit an ihrer Nähmaschine. Wieso näht sie dann so was aus Lack:

Die Antwort ist ganz einfach: zwischendurch will das Fräulein eben auch ausgehen. Und wenn sie ausgeht, dann ist sie plötzlich gar nicht mehr brav, eher das Gegenteil. Lack mag sie dabei besonders, und das seit dem allerersten Mal das sie Lack unter ihren Fingern spürte. Sie putzt sich also fein raus in ihren selbst genähten Sachen, und stürzt sich in das dunkel Treiben der Nacht:

Aber halt! Wo tut sie ihre Sachen hin? Einen Schlüssel zum nach Hause kommen? Einen Ausweis das sie Volljährig ist (auch wenn leider kaum jemand noch glaubt sie sei zu jung)? Und es ist ja auch nicht garantiert das sie sofort einen Galant findet welcher ihr einen Drink spendiert, oder spätnächtlich ein Taxi zahlt, also muss auch noch Geld mit (und in der Hoffnung der Galant sei dann wirklich Galant vielleicht noch etwas anderes auch, sich anstecken will sich das Fräulein sicher nicht).

Aber ein Täschchen, das ist so unpraktisch beim Tanzen, und es irgendwo auf einem Tisch liegen lassen ist auch nicht das Wahre, und es einer Freundin geben zum drauf aufpassen ginge ja, aber was wenn die auch tanzen will? Da kommt eben dieses Täschchen ins Spiel. Gerade gross genug für die erwähnten Sachen, wickelt es das Fräulein um ihren Oberschenkel, und die Strapsen sorgen dann dafür das es nicht runter rutscht. Und beim Galanten angeln hilft es sicher auch, einfach sich selbst einen Drink bestellen, dann keck das Röckchen etwas hochziehen, ganz gezielt etwas Strapsen und Haut aufblitzen lassen, ganz unschuldig das Röckchen wieder fallen lassen und lächeln.

Ja, eigentlich ist das Fräulein ganz brav…

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Teilbare Reissverschlüsse

Morgen früh, oder anders gesagt morgen Nachmittag wenn sie aufgestanden ist, geht das Fräulein zwei kurze teilbare Reissverschlüsse kaufen. Sie hat sich nämlich ein kleines Zwischenprojekt ausgedacht (diesmal echt klein, nicht wie mit dem Peticoat), und wollte das heute schon umsetzen. Sie hatte jedoch nur einen nicht teilbaren Reissverschluss da, und hat beim Versuch die zweite Seite von dem einzunähen ihr schon zu 3/4 fertiges Projekt verhunzt.

Und natürlich war es Lack (das Fräulein liebt Lack, zum damit arbeiten genau so sehr wie zum tragen, und hat schon viel zu lange nichts mehr damit gemacht), und da geht jetzt eine Naht, beziehungsweise die Nadellöcher, quer über das sichtbarste Panel am ganzen Stück. Das macht es doppelt frustig.

Und eigentlich gehört an die Stelle des Projekts ein nicht teilbarer Reissverschluss. Aber jetzt muss halt ein teilbarer her, das wird dann auch funktionieren. Aber zuvor geht das Fräulein schlafen.

Skandal! Das Fräulein fast Nackt!

Das Fräulein in nichts als ihrer Unterwäsche! Dabei wollte das Fräulein bloss zeigen wie schön ihr neuer Petticoat ist, der jetzt endlich abgeschlossen ist.

Darin verarbeitet hat sie 4 Meter Tüll, 2 Meter Organza, 23 Meter Schrägband, 2 Meter Gummiband, und um die 200 Meter Garn. Der Petticoat hat 3 Lagen mit je 3 Stufen, die beiden äusseren Lagen sind Tüll, die innere Organza. Im ganzen hat das Fräulein 1152 Rüschen abgesteckt (das hat sie nicht gezählt, aber aus der Methodik ausgerechnet – beim Rüschen abstecken ist viel Zeit zum überlegen) und noch etliche mehr Stecknadeln gesteckt und wieder entfernt.

Dazu gehört hat sie unter anderem verschiedene Rockabilly und Psychobilly Zusammenstellungen, aber auch die ungekürzten Hörbücher „Excession“ (ein Science Fiction Roman von Iain M. Banks) und ganz gruftig „Frankenstein, or The Modern Prometheus“ von Mary Shelley. Das letztere kann das Fräulein im übrigen nur weiterempfehlen, das ist ein wahres Meisterstück, ob ihrs jetzt selber lest oder als Hörbuch quasi vorgelesen bekommt.

Aber ja, zum das Fräulein über Literatur schwafeln hören seit ihr ja nicht da, oder so nimmt das Fräulein mal an. Deshalb erst mal ein Bild vom (endlich – tief durchatmen) fertigen Petticoat, und dann das versprochene Skandalfoto (deshalb seid ihr ja da, gebt es zu).

Getragen werden soll der Petticoat übrigens definitiv zum WGT, wohl am liebsten zum Brunch der Vampyre. Damit das Fräulein dann nicht auch in ihrer Unterwäsche dasteht muss bis dahin sicher noch der Rest des Outfits gezaubert werden.

Der Petticoat nimmt Form an

Das Fräulein ist ja äusserst nachtaktiv, aber leider ist es nicht immer vorhersehbar wie viel sie in einer Nacht zu nähen vermag. Und beim Petticoat hat sie total unterschätzt wie viel Arbeit das sein würde. Aber inzwischen nimmt das ganze doch langsam Form an, und ein bisschen was zeigen kann das Fräulein jetzt.

Das Ganze ist (völlig überraschenderweise – oder auch nicht) nach einer entsprechenden Anleitung auf Natron und Soda genäht. Er ist jedoch etwas länger, und soll drei statt zwei Lagen erhalten, und wie bei der Anleitung 3 Stufen. Der Saum ist etwa 7.5 Meter lang, und natürlich auch 3 Lagen davon. Im ganzen sind 6 Meter Stoff darin verarbeitet, nicht ganz 23 Meter Schrägband, und wohl jetzt schon 1000 Stecknadeln.

Die erste Lage ist jetzt fertig, bei der zweiten Lage muss noch die oberste Stufe angenäht (und auch gerüscht) werden, und die dritte Lage ist noch nicht mal zugeschnitten. Aber das Fräulein hat trotzdem das Gefühl das sie jetzt dann ganz bald fertig ist damit. Aber seht ja mal selbst:

Aber damit ist es jetzt auch Zeit für das Fräulein schlafen zu gehen.

Zauberlehrling

Das Fräulein hat heute entdeckt wie Petticoats erfunden wurden, ganz im Ernst.

Ihr kennt doch sicher alle die Geschichte vom Zauberlehrling, oder? In welcher der Zauberlehrling seinen Besen verzaubert das er ihm Wasser bringe, aber vergisst zu sagen das zwei Eimer voll genügen, und bald ertrinkt der arme kleine Zauberlehrling unter der Flut die er rief. Das mit dem Petticoat muss ganz ähnlich gegangen sein, bloss das der Zauberlehrling nach Tüll gefragt hat.

Das Fräulein geht inzwischen unter einem Meer von wabernden Massen an Tüll unter.

Massenweise Tüll

Das Fräulein ist heute mit Massen von Tüll nach Hause gekommen, dazu noch ein paar Meter Organza, und einen geschätzten Kilometer Schrägband. Daraus soll, bevor sich das Fräulein wieder in kompliziertere Projekte stürzt, ein Petticoat werden. Sowas braucht sie nämlich dringend, sie hat einen überaus unkurvigen Körper, aber mit ein wenig Artifice und so fällt das gar nicht mehr auf. Deshalb gibts eben einen Petticoat.

Das ganze ist dann gleichzeitig auch noch gute Übung für das Schwarze Kleid, bei dem muss sie auch massenhaft Lagen zusammenrüschen und so.